Swiss Olympic fordert Anpassungen der Einreisebeschränkungen

Der Dachverband Swiss Olympic macht sich für die Sportanlässe und für die Aktivitäten von Sportlerinnen wie Michelle Gisin (Bild) in der Schweiz stark. – Foto: GEPA pictures

30.11.2021

Die aktuell geltenden Reisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen sind für den Sport nicht tragbar, schreibt Swiss Olympic in einer Medienmittelung und fordert vom Bund ein Entgegenkommen für Sportanlässe – wie zum Beispiel die Weltcup-Rennen – in der Schweiz. Die Medienmitteilung im Wortlaut.

Der Dachverband Swiss Olympic macht sich für die Sportanlässe und für die Aktivitäten von Sportlerinnen wie Michelle Gisin (Bild) in der Schweiz stark. – Foto: GEPA pictures

Swiss Olympic steht grundsätzlich hinter den heute vom Bundesrat in die Konsultation geschickten, verstärkten Massnahmen gegen das Coronavirus. Dass künftig auch für beständige Gruppen bis zu 30 Personen eine Zertifikatspflicht gelten soll, wäre für den Trainingsbetrieb zwar ein Einschnitt und mit erhöhtem Aufwand verbunden. Aus Sicht des Sports wäre dies jedoch akzeptabel, denn das Wichtigste ist, dass der Amateursport auch weiterhin ausgeübt werden kann. Eine Ausweitung der Maskentragpflicht, wie sie der Bundesrat jetzt vorschlägt, hatte Swiss Olympic von den Sportverbänden bereits letzte Woche gefordert.

Nicht tragbar aus Sicht des Sports sind allerdings die aktuell geltenden Reisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen, die der Bundesrat seit dem Erscheinen der Omikron-Mutation eingeführt und seither ausgeweitet hat (vgl. Bericht zu den Weltcup-Rennen in St. Moritz). Swiss Olympic hat ebenfalls grossen Respekt vor der neu entdeckten Mutation und sieht die Notwendigkeit, die Bevölkerung vor Omikron zu schützen. “Die Durchführung der internationalen Sportanlässe in der Schweiz ist jedoch bei Aufrechterhaltung der Reisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen in Gefahr, wenn nicht sogar unmöglich. Dies wiederum bringt Sportlerinnen und Sportler, Veranstalterinnen und Veranstalter sowie Verbände und Vereine (sowie auch verschiedene Bereiche der Wirtschaft) in grosse Bedrängnis”, sagt Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl.

Dies umso mehr als Spitzensportlerinnen und Spitzensportler, die international an Wettkämpfen teilnehmen und aktuell je nach Austragungsland nach der Rückkehr in Quarantäne müssen, unter diesen Umständen ihren Beruf nicht mehr ausüben können. “Als Dachverband des Schweizer Sports fordert Swiss Olympic vom Bundesrat und auch von den Kantonen, dass eine Lösung gefunden wird, welche die Durchführung der bevorstehenden internationalen Sportanlässe und die Befreiung von den Quarantänebestimmungen für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler ermöglicht. Swiss Olympic ist gerne bereit, zur Erarbeitung einer solchen Lösung beizutragen”, sagt Jürg Stahl.

Text: Swiss Olympic

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