Saisonende für Schweizer Nachwuchshoffnung

17.12.2019

Für die Swiss-Ski-Nachwuchshoffnung Aline Höpli ist der Winter 2019/20 bereits zu Ende. Die Sankt Gallerin hat sich beim Europacup-Rennen in Andalo eine schwere Knieverletzung zugezogen.

Aline Höpli. – Foto: zvg

Aline Höpli, die 18 Jahre alte Ostschweizerin, ist mit Podestplätzen in FIS-Rennen und den ersten Punktgewinnen in ihren allerersten Europacup-Rennen ausgezeichnet in die Saison gestartet. Die Riesenslalom- und Slalomspezialistin hatte im Frühjahr den Aufstieg aus dem NLZ ins C-Kader von Swiss Ski geschafft und schien sich in der neuen Umgebung rasch wohl zu fühlen. Nun aber muss die in Flawil lebende Aline Höpli einen herben Rückschlag auf ihrem Weg nach oben verarbeiten.

Am vergangenen Sonntag, beim zweiten Europacup-Riesenslalom von Andalo, schied Aline Höplie im 1. Lauf aus. Es sollte ein Zwischenfall mit unliebsamen Folgen sein. Die Sankt Gallerin hat sich ein schwere Verletzung im Knie zugezogen. Mittlerweile hat Swiss Ski die skinews.ch vorliegenden Informationen bestätigt: Aline Höpli hat sich einen Riss des vorderen Kreuzband und einen Innenbandriss im rechten Knie zugezogen. Die Athletin soll am 18. Dezember in der Universitätsklinik Balgris in Zürich operiert werden. Damit ist der Winter für die Schweizer Nachwuchshoffnung schon vorbei.

Bereits im Dezember 2017 riss sich die Sankt Gallerin bei einem FIS-Rennen im Südtirol das Kreuzband. Gegenüber skinews.ch sagte Aline Höpli rückblickend auf diesen Vorfall im vergangenen Sommer: „Diese Verletzung hat mich im mentalen Bereich weitergebracht. Ich bin eine Rennfahrerin, die das Risiko nicht scheut. Durch den Kreuzbandriss habe ich meine Grenzen etwas besser kennengelernt und ich fahre mehr mit Köpfchen.“ In der Zeit nach der Verletzung sei Sonja Nef in eine Art Vorbildrolle gerückt. Die heute 47-Jährige ist rund 14 Tage vor Alines Geburt in St. Anton Weltmeisterin im Riesenslalom geworden. Die Vorbildfunktion kam Nef aber zu, weil auch sie im Alter von zirka 16 Jahren das Kreuzband gerissen hatte und sich dennoch bis an die Spitze kämpfen konnte.

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