Swiss Ski-Vize wird seiner Ämter vorläufig enthoben … und tritt zurück
07.10.2026
Die Walliser Staatsanwaltschaft wirft Claude Alain Schmidhalter, dem Vizepräsident von Swiss Ski und OK-Präsident der Ski-Weltmeisterschaften 2027 in Crans Montana, Betrug vor. Nun hat dieser Vorwurf Konsequenzen.
Claude-Alain Schmidhalter. – Foto: Crans Montana 20276
Wie Swiss Ski und die Organisatoren der Ski-WM 2027 in Crans Montana in einer gemeinsamen Erklärung mitteilen, wird Claude-Alain Schmidhalter seiner Ämter als Präsident des Organisationskomitees der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2027 in Crans-Montana sowie als Vizepräsident von Swiss Ski temporär enthoben. Dies haben das Präsidium von Swiss-Ski sowie der WM-Vorstand entschieden. Der WM-Vorstand wird ad interim von Vizepräsident Sébastien Rey, Vorstandsvertreter der Association des Communes de Crans-Montana, sowie von Diego Züger, Vorstandsvertreter und Co-CEO von Swiss-Ski, angeführt.
Nach dieser Meldung hat sich Schmidhalter gemäss www.blick.ch ebenfalls mit einer Medienmitteilung gemeldet und sich per sofort und definitiv als OK-Präsident der WM und als Vizepräsident des Skiverbandes zurückgezogen. „Ich tue das nicht, weil ich mir etwas vorzuwerfen hätte. Ich tue es, weil die WM jetzt Klarheit braucht“, wird Schmidhalter zitiert. „Ein OK-Präsident, der wenige Monate vor den Titelkämpfen auf unbestimmte Zeit im Ausstand ist, schadet dem Projekt, für das ich mich seit Jahren mit voller Überzeugung einsetze. Das will ich nicht.“
Der Schritt von Swiss Ski und dem WM-OK sei als Konsequenz einer Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis erfolgt, heisst es. „Das laufende Strafverfahren betrifft die unternehmerische Tätigkeit von Claude-Alain Schmidhalter. Es steht in keinem Zusammenhang mit seinen Ämtern im Präsidium von Swiss-Ski und als OK-Präsident von Crans-Montana 2027. Die temporäre Massnahme gilt bis zum Vorliegen eines Urteilsspruchs des Bezirksgerichts Brig.“ Nun hat Schmidhalter also entschieden, dass es ein endgültiger Bruch sein soll.
www.blick.ch berichtete am 6. Oktober darüber, dass die Walliser Staatsanwaltschaft Schmidhalter Betrug und ungetreue Geschäftsführung vorwirft und eine Haftstrafe von 23 Monaten auf Probe fordert. Grund der Anklage: Schmidhalter soll mit einem Komplizen einen ehemaligen Geschäftspartner um mehr als 300’000 Franken betrogen haben. Für Schmidhalter, der die gegen ihn erhobenen Vorwürfe entschieden zurückweist, gilt die Unschuldsvermutung.
„Claude-Alain leistet als Vizepräsident von Swiss-Ski und WM-Vorstandsmitglied seit Jahren hervorragende und tadellose Arbeit, wofür wir ihm äusserst dankbar sind“, erklären Peter Barandun, Präsident von Swiss-Ski, und Sébastien Rey, Vizepräsident von Crans-Montana 2027, gemeinsam. „Mit diesem Schritt sollen die Integrität und Handlungsfähigkeit der beiden Organisationen gewahrt werden.“
Quelle: Medienmitteilung Swiss Ski/Crans Montana 2027 / www.blick.ch