BOSV: Die Parallelen zwischen Fussball und Skisport

29.10.2018

Rund 90 Angehörige des Berner Oberländischen Skiverbandes BOSV nahmen am Samstag (27. Oktober) am Infoabend teil. Im Gespräch mit Andres Gerber, dem Sportchef des FC Thun, stellte sich heraus, dass der Fussball und der Skisport eigentlich viele Parallelen haben.

Johny Wyssmüller, Thomas Jampen, Andreas Gerber und Stefan Hubacher (v.l.). – Foto: zvg / RK-photography

Nach der Begrüssung durch BOSV- Präsident Johny Wyssmüller stellte dieser den im Juni 2018 in die Geschäftsleitung gewählten Stefan Hubacher, den neuen Chef Marketing, vor. Nach einem kurzen Ausblick in die anstehende Saison schloss Wyssmüller mit der schon öfters erwähnten Erkenntnis, dass der Wille eines Athleten grösser sein muss als sein Talent, und übergab das Wort den Verantwortlichen der diversen Abteilungen.

Monika Amstutz, Chefin Leistungssport Alpin und Ausbildung begann ihr Referat mit einem kurzen Ausblick auf die verschiedenen Ausbildungskurse, die im Dezember stattfinden werden. Danach folgte ihr Dank an die aktiven Skiclubs des BOSV, die mit Hilfe der vorhandenen Vernetzung mit den lokalen Bergbahnen dafür sorgen, dass neben der täglichen Arbeit auf Stufe JO auch die zahlreichen Skirennen im Berner Oberland organisiert werden. Neben den beiden Weltcup-Grossanlässen in Adelboden und Wengen und den verschiedenen JO-Rennserien, werden diese Saison auch zwei Europacup-Rennen, diverse FIS-Rennen sowie die U16-Schweizermeisterschaften im Speed stattfinden. Amstutz war erfreut, dass der Raiffeisen Berner Cup dank einem neuen Team wieder „auferstehen“ wird. Dazu stellte Hans Sahli das neue Konzept vor, dass neben den drei Rennen im Oberland auch einen öffentlichen Trainingsbetrieb für jedermann vorsehen wird.

Monika Amstutz schloss mit dem Rückblick auf die absolvierten Schneetage des JO-Kader (22) und der Junioren-Kader (36). Sie erinnerte an die schwierige Aufgabe, in der heutigen Zeit immer alles unter einen Hut bringen zu müssen mit der Zusage, dass der BOSV alles dafür geben werde, die Athletinnen und Athleten zu unterstützen. Die Bereitschaft diese Herausforderung anzunehmen, bleibe jedoch immer beim Sportler selbst.

In einem Podiumsgespräch stellte Präsident Wyssmüller den Gastreferenten Andres Gerber, Sportchef des FC Thun vor und beleuchtete kurz dessen Karriere als Fussballer. Im Gespräch stellte sich schon zu Beginn heraus, dass es im Berner Oberland bezüglich der Nachwuchsrekrutierung im Fussball interessante Parallelen zur Arbeit des BOSV gibt. Gerber, der bereits knapp 10 Jahre als Sportchef in Thun tätig ist, erläuterte, dass seine Organisation schon länger „ein wenig gegen dem Strom“ in der Szene schwimme. Der FC Thun setze im Trainingsbetrieb bei seinen Junioren bewusst auf Qualität anstelle von Quantität. Dabei unterstrich er die Erkenntnis, dass im Ganzen „die Freude am Sport nicht verloren gehen dürfe“ und „weniger manchmal mehr“ sei. Obschon das Einzugsgebiet des FC-Thun dasselbe sei wie beim BOSV stellte Gerber klar, dass es materiell zum Fussballspielen viel weniger Aufwand benötige als für den Skirennsport. Zudem sei der Fussball auch weltweit stärker verwurzelt als der Skisport.

Danach folgte ein Einblick in sein Tagesgeschäft wobei Gerber den Anwesenden verriet, dass seine Organisation auf Kontinuität in allen Bereichen setze, was seine Arbeit extrem erleichtere. Auf die Frage nach dem Trainingsaufwand beim FC Thun verwies Gerber auf das zu Beginn Gesagte und betonte, dass es manchmal Mut brauche, um neue Wege zu gehen. Auch in den individuellen Gesprächen beim Apero im Anschluss des Informationsabend konnte festgestellt werden, dass das Interesse am FC-Thun auch in der BOSV-Familie stark ist.

Text: BOSV / peg

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