Sports Awards 2025 finden neu am 29. März statt

Sports Awards 2025 finden neu am 29. März statt

16.01.2026

Die aufgrund der tragischen Ereignisse in der Silvesternach verschobenen "Sports Awards 2025" finden neu am 29. März in gewohntem Rahmen und als Live-Show des Schweizer Fernsehens statt.

Die „Sports Awards 2025“ werden am 29. März 2026 (Sonntag) nachgeholt. Dies haben die Verantwortlichen der SRG entschieden und mitgeteilt, nachdem der für den 4. Januar geplant gewesene Anlass aufgrund der tragischen Ereignisse in Crans-Montana verschoben worden war. Seitens der SRF heisst es, dass die „Sports Awards“ im gewohnten Rahmen stattfinden werden und auch an der für die Wahlen relevanten Zeitspanne vom 1. November 2024 bis zum 31. Oktober 2025 sei nichts verändert worden.

„Es war uns ein Anliegen, dass wir die Sports Awards 2025 verschieben und nicht komplett absagen müssen. Wir möchten allen Nominierten eine entsprechende Bühne bieten, denn sie haben in der relevanten Zeitspanne unglaubliche Leistungen vollbracht. Das Datum Ende März war mit Blick auf den dichten Sportkalender dieses Jahr beinahe alternativlos“, wird Roland Mägerle, Leiter SRF Sport und Business Unit Sport SRG, auf www.srf.ch zitiert.

 

Sie vertreten bei den Sport Awards die Sportart Ski alpin

Camille Rast vollbrachte an der WM in Saalbach Historisches. Die 26-jährige Walliserin kürte sich vor ihrer Teamkollegin Wendy Holdener zur ersten Schweizer Slalom-Weltmeisterin seit Vreni Schneider 1991 – zugleich war es der erste Schweizer Doppelsieg in einem WM-Slalom. Rast bestätigte mit ihrer herausragenden Fahrt ihre starke Form der vorangegangenen Wochen. In Gurgl erreichte die Juniorenweltmeisterin von 2017 als Dritte ihren ersten Weltcup-Podestplatz, eine Woche später feierte sie in Killington ihren ersten Weltcupsieg, und noch vor der WM wiederholte sie diesen Erfolg in Flachau. Der WM-Triumph krönte ihre bemerkenswerte Rückkehr nach schwierigen Jahren. Mit 18 erkrankte sie am Pfeifferschen Drüsenfieber, kämpfte gegen Depressionen, später folgte ein Kreuzbandriss. Ihr WM-Titel ist das Ergebnis von Durchhaltewillen, mentaler Stärke und der zurückgewonnenen Freude am Skifahren.

Im Jahr nach ihrem Triumph als älteste Gesamtweltcup-Siegerin zeigte Lara Gut-Behrami erneut, warum sie zu den ganz Grossen ihres Sports gehört. Die Saison 2024/25 war ein Steigerungslauf. Nach gesundheitlichen Problemen fand die Tessinerin nur langsam in ihren Rhythmus, steigerte sich aber im Verlauf des Winters kontinuierlich. Mit beeindruckender Konstanz fuhr sie im Super-G regelmässig aufs Podest, gewann zweimal und holte sich zum sechsten Mal die kleine Kristallkugel – etwas Einmaliges im Ski-Weltcup. So viele Disziplinensiege in dieser Sparte hatte vor ihr noch niemand geschafft, weder bei den Frauen noch bei den Männern. Beim Saisonfinale in Sun Valley krönte sie ihren Winter mit Siegen im Super-G und Riesenslalom. Der Triumph im Riesenslalom war zugleich ihr 100. Weltcup-Podestplatz – eine Marke, die vor ihr nur fünf Fahrerinnen erreichten. Gut-Behrami bewies damit einmal mehr, dass sie auf Rückschläge reagieren kann. Ob sie das auch nach ihrer im November erlittenen schweren Knieverletzung nochmals tun wird, bleibt abzuwarten.

Loïc Meillard sorgte an der alpinen Ski-WM in Saalbach für einen goldenen Abschluss der Schweizer Festspiele. Mit dem Titel im Slalom beendete der Neuenburger eine 75-jährige Wartezeit auf einen Schweizer Triumph in dieser Disziplin und machte sich zum erfolgreichsten Athleten der Titelkämpfe. Zuvor hatte er bereits Gold in der Team-Kombination und Bronze im Riesenslalom geholt. Mit dem WM-Titel im Slalom erfüllte sich der Filigrantechniker einen Lebenstraum und krönte eine Karriere, in der er oft im Schatten von Dominator Marco Odermatt steht. Der hochbegabte Westschweizer, der seit Jahren zur Weltspitze gehört, bewies damit eindrucksvoll, dass er im entscheidenden Moment abliefern kann. Das tat Meillard im vergangenen Winter in aller Regelmässigkeit, was der 3. Rang im Gesamtweltcup sowie die Podestplätze in den Disziplinenwertungen Slalom und Riesenslalom unterstreichen.

Marco Odermatt wurde den hohen Erwartungen auch im vergangenen Ski-Winter gerecht und war erneut der mit Abstand erfolgreichste Skirennfahrer der Saison. Der 28-jährige Nidwaldner gewann zum vierten Mal in Folge den Gesamtweltcup und sicherte sich dazu als Disziplinensieger die kleinen Kristallkugeln in Abfahrt, Super-G und Riesenslalom. Das umfangreiche Programm erfordert vom Allrounder grosse körperliche und mentale Stärke. Beides bewies er eindrücklich, als er im Dezember 2024 in Val d’Isère den Riesenslalom gewann, nachdem er zuvor dreimal in Serie in dieser Disziplin ausgeschieden war. Odermatt gewann doppelt so viele Weltcuprennen wie der Zweitbeste und lag auch bei den Podestplätzen klar vorne. An der WM in Saalbach holte er mit Gold im Super-G seinen dritten WM-Titel. Mit dem Sieg im Riesenslalom beim Saisonauftakt in Sölden startete er erneut hervorragend in den Olympia-Winter. Seine Vielseitigkeit und Konstanz machen ihn zum Ausnahmekönner – und zum Gesicht einer goldenen Schweizer Ski-Generation.

Franjo von Allmen setzte seine rasante Entwicklung im Speedbereich im letzten Winter eindrucksvoll fort. Dabei geriet fast in Vergessenheit, dass der Berner Oberländer erst seine zweite Weltcup-Saison bestritt. Nach zwei 2. Plätzen in den Abfahrten in Gröden und Bormio folgte nach dem Jahreswechsel im Super-G in Wengen sein erster Weltcupsieg. Das Meisterstück gelang von Allmen mit Abfahrts-Gold an der WM in Saalbach. Wie Marco Odermatt zwei Jahre zuvor triumphierte er, ohne zuvor in der Königsdisziplin einen Weltcupsieg errungen zu haben. Nach einem weiteren WM-Titel in der Team-Kombination an der Seite von Loïc Meillard holte er wenige Wochen später beim Heimauftritt in Crans-Montana seinen ersten Abfahrtssieg im Weltcup nach. Sein zweiter folgte beim Schweizer Dreifacherfolg in Kvitfjell. Am Saisonende belegte Von Allmen hinter Odermatt Rang 2 im Abfahrtsweltcup und Platz 4 im Gesamtweltcup.

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