Der langjährige Lauberhorn-Speaker Dagobert Cahnnes ist tot

Er war eine Institution – Dagobert Cahannes war während vieler Jahre Speaker an den Lauberhorn-Rennen. – Fotos: GEPA pictures/zvg

10.01.2026

Seine Stimme war landesweit bekannt. Als Speaker begleitete und unterhielt er das Publikum an grossen Schweizer Sportevents – unter anderem während vieler Jahre am Lauberhron. Am 6. Januar ist Dagobert Cahannes verstorben.

Er war eine Institution – Dagobert Cahannes war während vieler Jahre Speaker an den Lauberhorn-Rennen. – Fotos: GEPA pictures/zvg

Seine Stimme war vielen Sportfans in der Schweiz bestens bekannt. Von 1998 bis und mit 2018 war Dagobert Cahannes unter anderem die Stimme der Internationalen Lauberhornrennen in Wengen. Am 6. Januar ist Dagobert Cahannes im Alter von 75 Jahren verstorben.

Beliebt bei den  Zuschauerinnen und Zuschauern waren seine packend übermittelten Informationen zum Renngeschehen am Lauberhorn und sein „träfer“ Witz. „Ich habe die Speaker-Tätigkeit immer als Hobby neben meinen beruflichen Aktivitäten betrieben. Mein grosser Lehrmeister war Karl Erb. Die Internationalen Lauberhornrennen haben im Skizirkus eine herausragende Stellung – daher war ich immer sehr gerne Teil dieses Events“ sagte „Dago“ zum Abschied von den Lauberhornrennen im Jahr 2018 gegenüber skinews.ch. Cahnnes war unter anderem auch Speaker beim CSI Zürich, dem CSIO St. Gallen, bei vielen Fussball-Länderspielen der Schweizer Nationalmannschaft und auch bei grossen Schwingfesten. Er zog sich damals auf eigenen Wunsch zurück und wollte – nach unter anderem 21 Einsätzen am Lauberhorn, bei den Ski-Weltmeisterschaften 2003 in St. Moritz und später in Garmisch sowie bei drei Weltcup-Finals auf der Lenzerheide – etwas kürzer treten.

Geboren wurde Dagobert Cahannes 1950 in Rorschach, den Grossteil seines Lebens verbrachte er aber in Grenchen, wohin er im Alter von 12 Jahren mit seinen Eltern gezogen war. Ende der 1970er-Jahre dann schlug Dagobert Cahannes den Weg zum Journalismus und Speaker ein, als er als freier Mitarbeiter beim Radio und Fernsehen DRS eingestiegen ist. Bis 2015 und seiner Pensionierung blieb Cahannes der Arbeit bei Radio und Fernsehen treu. In seinem Hauptberuf als Fachmann für Kommunikation war er unter anderem bei IBM und beim Pharmaunternehmen Sandoz tätig und trat 1997 die neu geschaffene Stelle als Medienbeauftragter der Solothurner Regierung an.

Ich habe „Dago“ mehrmals getroffen und mit ihm über Sport, Musik und die Welt geplaudert – zuletzt aus Anlass seines Abschiedes von den Lauberhornrennen. Besonders in Erinnerung bleiben mir die Gespräche mit „Dago“ auf der Lenzerheide, wo wir uns über die Entwicklungen im und die Zukunft des Journalismus unterhalten haben. Nun ist seine Stimme für immer verstummt.

Dagobert Cahannes hinterlässt seine Frau, einen Sohn und eine Tochter sowie zwei Enkelkinder.

Ruhe in Frieden, „Dago“.

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