Happy Birthday, Karl Frehsner

13.06.2019

Der grosse Trainer und Ski-Experte Karl Frehsner wird heute (13. Juni) 80 Jahre alt. Der Österreicher hat in der Schweiz und in seiner Heimat viele Rennfahrerinnen und Rennfahrer nachhaltig geprägt.

Karl Frehsner. – Foto: GEPA pictures

Wenn man Karl Frehsner trifft, sei es beim jährlichen Abgabetag in Dübendorf oder im Rahmen des Riesenslaloms von Sölden, dann hat er stets viel zu erzählen. Sei es von früher, oder, weil er auch mit seinem 80 Jahren alles andere als ein ewiggestriger Zeitgenosse ist, von heute oder gar im Hinblick auf morgen. Heute (13. Juni) feiert der 1939 in Weyer (Oberösterreich) geborene Frehsner seinen 80. Geburtstag. Er war gelernter Carosseriespengler, Skibauer in der Blizzard-Manufaktur, Skirennfahrer im steirischen Landesverband und passionierter Bergsteiger. Bekanntheit erlangte er, der den ihn und seine Arbeit durchaus würdigenden Spitznamen „der eiserne Karl“ bekommen hat, als Skitrainer, der seine Fahrerinnen oder Fahrer zu grossen Erfolgen geführt hat.

Noch heute ist Karl Frehsner im und für seinen geliebten Skisport tätig. Im Mandatsverhältnis hilft er bei Swiss Ski entscheidend mit, dass die Rennfahrerinnen und Rennfahrer auf schnelle Rennanzüge bauen können, oder er kümmert sich an den Lauberhornrennen um die Vorfahrer. „Vor einigen Wochen war ich in Japan“, erzählt Frehsner skinews.ch am Vorabend seines Geburtstages. „Ich habe mich im dortigen Zentrum für Entwicklung von Descente über die neuen Stoffe für die Anzüge und andere Dinge informiert.“ Frehsner arbeitet auch heute noch genau so, wie er als Trainer gearbeitet hat. Er macht die Sachen ganz, oder gar nicht.

Anfang der 1960er-Jahre zog es den Österreicher in den Raum Zürich und ab Mitte der 1970er-Jahre arbeitete er für den Schweizerischen Skiverband (SSV, heute Swiss Ski). Mit Grössen wie Pirmin Zurbriggen oder Peter Müller feierte Karl Frehsner grosse Erfolge und er war massgeblich beteiligt an der für die Schweiz so erfolgreichen Heim-WM von Crans Montana im Jahr 1987. Später stand er, der in seiner Arbeit immer grossen Wert auf Disziplin und Pünktlichkeit gelegt hat, im Dienst des internationalen Skiverbandes FIS und arbeitete auch für den Formel-1-Rennstall Sauber. 1997 war er erst als Trainer und dann als Rennsportleiter der Österreicherinnen um Alexandra Meissnitzer, Michaela Dorfmeister oder Renate Götschl tätig und verhalt „seinen Frauen“ zu Medaillen und Siegen. Ab 2002 coachte er wieder das Schweizer Männer-Team.

Mit dem Spitznamen „eiserner Karl“ habe er leben gelernt. „Den habe ich bekommen, weil ich halt oft Dinge gegen den Widerstand durchgesetzt und von den andern, auch von den Athletinnen und Athleten, viel verlangt habe. Überhaupt, wenn ich mich über alles, was über mich geschrieben oder gesprochen worden ist geärgert hätte, dann würde ich jetzt den Achtzigsten nicht feiern können“, sagte Frehsner gegenüber skinews.ch. Wobei feiern wird er, der seit rund 54 Jahren mit Rosmarie verheiratet ist, den Tag nicht üppig. Es sei ein Tag wie jeder andere auch, obschon man sicher nicht oft 80 werde, räumte Frehsner ein. Ursprünglich wollte er den Tag gemeinsam mit dem ehemaligen Autorennfahrer Gregor Foitek aus Österreich begehen. Foitek aber ist früh im Jahr im Alter von 87 Jahren verstorben. „Ein gemütliches Nachtessen wird es am Donnerstag wohl schon geben“, meinte er, und lenkte das Gespräch weg von Themen wie Geburtstag oder Alter wieder zurück auf den Skisport.

Alles Gute, Karl, und noch viele Jahre voller Energie und Wissensdurst.

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